Erklär mir, Liebe!


Erklär mir, Liebe!
Eine Lesung deutschsprachiger Liebeslyrik von August von Platen bis Ingeborg Bachmann. Mit Klaviermusik von Brahms, Schubert/Liszt, Skrjabin und Schostakowitsch
Datum: Sonntag, 1. November, 18 Uhr
Ort: Haßloch, Musikschule, Kammermusiksaal
Eintritt: 5 Euro
„Wer die Schönheit angeschaut mit Augen, ist dem Tode schon anheim gegeben …“ – nichts hat Dichtern häufiger die Lippen gelöst als Liebesrausch und Liebesleid. Kai Scharffenberger vom Haßlocher Theater im Hof liest am 1. November ab 18 Uhr in der Musikschule Haßloch eine Auswahl der schönsten Liebesgedichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Da treffen Ricarda Huchs leidenschaftliche Liebeserklärungen auf die pathetischen Verse des unglücklichen Grafen August von Platen.  

Bertolt Brechts deftige und witzige Reime kontrastieren mit Gottfried Kellers melancholischer „Winternacht“ und Nikolaus Lenaus düster-schmerzlichem Seelenleben. Aber auch solche Dichter kommen zu Wort, die man nicht unbedingt als passionierte Erotiker im Verdacht hat. Wer hätte zum Beispiel dem Pfarrer und braven Frühlingssänger Eduard Mörike so ein schlüpfriges, frech mit sexuellen Symbolen spielendes Gedicht wie „Erstes Liebeslied eines Mädchens“ zugetraut? Oder die musikalisch-erotische Kirchenfantasie „Josephine“?  

Der Frankfurter Pianist Andreas Reichel begleitet die Lesung musikalisch. Um den Stimmungsgehalt und Tonfall der jeweiligen Gedichte aufzugreifen und ohne Worte fortzuspinnen, spielt er Klavierstücke von Brahms, Schostakowitsch und Skrjabin sowie Liszts Klaviertranskription von Schuberts berühmtem „Ständchen“.

Karten für die Veranstaltung gibt es im Vorverkauf bei der Buchhandlung Curth in Haßloch (Telefon 06324 2142) oder an der Abendkasse.