Armin Jung liest: Zwischen den Kriegen


Am 1. November 2012, 17 Uhr, veranstaltet der Kulturverein Ältestes Haus Haßloch e.V. im Kammermusiksaal der Musikschule, Rösselgasse 5 in Haßloch eine Lesung mit Armin Jung.

Die Zeit „zwischen den Kriegen“ ist nicht nur aus politischer Sicht eine spannende und gegen Ende auch erschreckende Zeit gewesen, auch in der Poesie war eine Menge los. Natürlich gab es auch nach dem Ersten Weltkrieg, obwohl man da schon von einer Zeitenwende sprechen kann, noch Dichter, die einfach schöne und romantische Gedichte geschrieben haben. Zu ihnen gehörte auch Hermann Hesse, der mehr durch seine Prosatexte bekannt ist, aber auch wunderbare Gedichte hinterlassen hat. Vor allem war es aber auch die Zeit der „Wilden Zwanziger“ in der in den Clubs und Cabarets von Berlin Couplets und Songs aufgeführt wurden, die mit einem frechen Humor alles auf die Schippe nahmen, was vorher noch unantastbar war. Und es war die Zeit der politischen Kämpfe, in denen Dichter wie Erich Mühsam und Bert Brecht Gedichte als Waffen für die Revolution und gegen den Nationalismus und Militarismus nutzten.
Und als die Weimarer Republik zu Ende ging, mussten selbst große Humoristen wie Kurt Tucholsky oder Kinderbuch- und Filmautoren wie Erich Kästner ihre Texte immer kämpferischer werden lassen, bis sie völlig verstummten. All das, der Humor der „Bänkellieder“ und die Ernsthaftigkeit der politischen Kampflieder, die großen Gefühle der Natur- und Liebesgedichte und die Verzweiflung der Antinaziliteratur, soll in der Lesung zur Geltung kommen. All das gehört zur „Zeit zwischen den Kriegen“. Karten nur an der Abendkasse.

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